… die mone

die mone ist distanzierter. sie ist nicht mein allerinnerstes. aber die mone bin auch ich. es sind die untiefen der mone. also meine. meines ichs.

wikipedia listet bei dem begriff untiefen interessante denkweisen auf. der begriff untiefe bedeutet seit dem 10ten jhd geringe tiefe. seit dem 18ten große tiefe. mich hat er in meinem bisherigen leben sehr verwirrt. u mit der verwirrung kam viel verunsicherung. genauso wie das sprichwort das passt ja wie die faust auf s auge. ich finde die faust passt überhaupt garnicht auf s auge. das tut doch weh! gerade auf dem auge. also wenn die faust irgendwohin nicht passt dann wäre das das auge. denkbar wären nur vereinzelt ganz bestimmte umständen. zb wenn jmd durch hören nicht lernt. komischerweise geht die tendenz in unserem schönen deutschland gerade viel stärker richtung hohe gewaltbereitschaft als in die der sinkenden. lernen wir nicht mehr durch hören? vlt haben wir nie durch hören gelernt? oder vlt erhöht sich die lernquote wenn wir interessanten vorbildern zuhören oder -sehen? u wenn das der fall wäre: wer sind unsere vorbilder? an wem orientieren wir uns? u warum orientieren wir uns nicht einfach um!?! —- andere finden die faust passt sehr gut auf s auge. das ist für mich unverständlich. kann es sowas geben? nicht das unverständlich. sondern diese unterschiedliche denkweise. u DAS ist eine sehr blöde frage. finde ich. u ja. blöde fragen gibt es. ich ertappe mich sehr oft dabei dass ich meinen schülern antworte das war jetzt echt eine saudoofe frage. anfangs haderte ich mit mir selber – habe ich doch gelernt: es gibt keine doofen fragen! meistens haben sie gefragt darf ich auf s klo? oder darf ich den kaugummi essen? oder soooh —- frau wörn —- sooooo? die passende – meine – antwort – die wie der schlüssel ins loch passt – wäre auf alle diese fragen natürlich! manchmal finde ich aber diese netten antworten scheiße. auf doofe fragen gibt es doofe antworten. also passt bei doofen … nein – mit doofem möchte ich mich garnichtmehr auseinandersetzten. 

prinzipiell finde ich meistens einen größeren wahrheisgehalt hinter den älteren bedeutungen. die neuen sind natürlich nicht falsch. sie sind erklärugsbedürftiger. diskutierbar. sie brauchen mehr erklärung. warum heißt untief sehr tief? das ist doch völliger quatsch. die vorsilbe un heist doch verneinung. aber ist dann etwas unheimliches nicht heimlich – also für alle sichtbar o wahrnehmbar? das ist alles verwirrend u unglaublich  phantastisch. verwirrendes finde ich mittlerweile nicht mehr verunsichernd. weil ich unglaubliches glaube u phantastisches liebe. u weil ich sicher stehe. auf fels.

mehr reden ist toll. braucht aber viel zeit. u zeit ist geld. heutzutage. ich habe mir zeit zurückgekauft. indem ich weniger arbeite u demnach auch weniger verdiene. dafür kann ich öfter im cafe sitzen u schreiben. weil ich worte liebe. sie helfen mir die welt zu verstehen. u im cafe sehe ich meine mitmenschen. zb die vier türkischen kopftuch- u abayatragenden frauen mit ihrer fünften rauchenden türkenfreundin ohne beides dafür in jeans u rosa rippenpulli. wie natürlich bewegen sie sich in meinem neuen schwaben-bäcker-cafe u auf der industriegebietstraße davor. lachend u frei. so dass ich meinen blick fasziniert u entzückt nicht abwenden kann u meine schwäbische verklemmtheit zum glück irgendwann dem inneren drang aufzuspringen u dieser fraungruppe nachzurennen erliegt. 
ich frage 

  • wo kommt ihr denn her? u meine wo wohnt ihr

sie verstehen vmdl wo sind eure wurzeln? o wo ist eure Heimat? u antworten 

  •  aus der türkei.
  • es war echt schön neben euch zu frühstücken. danke das ihr da seid.

jetzt fangen die vorher überraschten augen zu leuchten an. 

  • weil wir modern sind. stimmts?
  • nein das hab ich eigentlich nicht gemeint. nein, nicht modern. äh kippe?!? rippenpulli — anders — hm —- naja. geht so. aber da: wunderschön! wachen augen u bunten kopftüchern. i love!!
  • weil wir integriert sind. hier aufgewachsen. hier gelernt. geheiratet. hier entbunden.

jetzt dreht sich die wortführerin weg u ich fühle mich — unwohl. ist es die zeit? die gewohnheitsmäßig im nacken liegt? oder die verklemmtheit?

  • danke! schnell weg hier. 

ich traue mich noch nicht mehr. ich habe eh noch das gefühl irgendwo eingedrungen zu sein. in eine schöne gemeinschaft. hier in unserem funktionierenden deutschland. ich will lieber schön!

ich liebe dieses alleine frühstücken in weil s neuem bäckerei-cafe. ich liebe das schreiben u die dinge die mit zeit passieren. weil man sie passieren lassen kann. u das kaufe ich mir. indem ich weniger arbeite. momo hatte recht. man kann glück auch kaufen. irgendwie.

das alles u noch viel mehr macht die mone aus. u das soll hier abgebildet sein. es darf entstehen u wachsen. chaotisch u durcheinander. sich immer wieder verändern. leben ist wachstum u veränderung. u wildheit. natürlich. u das alles in einem. u ich liebe es.