breakfast at mones

another morning goes by… dachte ich als ich heute strickend u musikhörend auf meiem sofa sitze. meine Nichte hat morgen geburtstag u es ist nichtmal so dass ich ihr den schal fertig sticken muss — ihrer ist fertig. aber meiner braucht noch. es ist der gleiche. u wir werden die nachwehen des diesjährigen winters im schalpartnerlook verbringen. groß u klein.
so ergab sich also das eine zum anderen. va war es wohl die langeweile u die mich dazu triebe dass ich im internet rumgezappte. am ende landete ich bei den sexuellen übergriffen in der silvesternacht 2015/ 16. in köln. ich muss mal kurz überlegen was ich damals gemacht habe — ah ja: ich stand kurz vor meiner gerichtlichen scheidung. machte meine ersten schritte als vorsitzende der mitarbeitervertretung an meinem arbeitsplatz: war also politisch u gesellschaftlich interessiert u unterwegs. meine nichte war knapp ein jahr. u ich genoß das leben.

ich kann mich noch erinnern an diese zeit. an die diskussion um die flüchtlinge die wir nicht hätten einlassen sollen. u die uns u unsere frauen jetzt belästigen. am rand hab ich das mitgekriegt. denn eigentlich hatte ich genug mit mitarbeitern u chefs u kollegen u kindern zu tun. ich kann mich noch erinnern an den gedanken den ich hatte: wie um alles in der welt kann denn so etwas aussehen? 1200 strafanzeigen. massenvergewaltiung. sexuelle belästigung. u keiner merkts? oder siehts? oder wehrt sich? oder hilft? es gibt tatsächlich einen wikipedia eintrag über dieses vorkommniss. einen umfangreichen. mit aufarbeitung u reaktionen aus dem ausland. vornehmlich den usa. mit vorschlagen — vmtl gut gemeinten ratschlägen — was wir deutschen denn alles machen sollten. allen voran: merkel weg. flüchtlinge nichtmehr rein sondern raus.

ich finde das unverschämt. ich finde das wirklich wirklich… das sind meiner meinung nach die chihuahuas unserer zeit. das alles. alle beteiligten in dieser geschichte. meiner heutigen u die der damaligen. die artig männchen machen. weil sie es so gelernt haben u weil es dafür belohnungen gibt. u die ihr hirn nicht einschalten. u unvernünftiges zeug machen. einfach raushauen. o noch schlimmer: nachplappern. u die auch noch meinen anderen vorzuschreiben was man zu tun u zu lassen haben. u es doch selber nicht hinkriegen. sozial verträglich zu leben.

ein großes schlagwort war das wörtchen vertrauen. u das des misstrauens. in menschen u medien. u ich meine auch in das von uns selbst. als mensch u als deutsche. in mich. u in mein volk. mein vielvölkerstaat. denn dass sind wir: viele in einem. u wunderschön. u wild. auch das können wir. wild.

ich kann mich erinnern dass ich schon damals — als junge politisch u sozial wirklich interessefassende weil die eigenen lebensumstände gerade von einem funktionierenden sozialen netz an umstehenden unfassbar aufgefangen u gerettet wurden — dachte: klar nimmt man flüchtlinge auf. erstrecht wenn man die sozialen u finanziellen ressourcen dazu hat. ohne mit der wimper zu zucken. u habe mit unverständnis auf alle staaten ringsum geschaut. u ich denke das noch immer. u dass damit schwierigkeiten kommen ist ja klar. aber wir schaffen das. haben es schon längst geschafft. o sind immer noch dabei. va die die vertauen können. u tun. u nicht im misstrauen leben. wer will schon faul auf dem sofa liegen?!? va die die vertauen können. u nicht im misstrauen leben.

u ich denke das ist jetzt mit corona — so heist er doch oder?!? — nichts anderes. ich bin schon wieder nicht uptodate… vmtl schreibe ich dazu in 5 jahren. wenn alles überstanden ist. die sensationsgier gestillt. denn ich glaube das ist es: endlich mal was was den trägen alltag spannend macht. endlich ist mal was los hier bei uns.

ich habe vor einigen wochen ein neues auto gekauft. und meinen bus verkauft. am abend als ich von der autobesichtigung hier um die ecke kam hat ein mann aus berlin angerufen. er will meinen bus kaufen. das kaufen u verkaufen ging quasi hand in hand. alles im vertrauen. sowohl in unmittelbarer nähe mit mitbürgern aus irgendeinem balkanstaat. also auch in die hauptstadt. mitten nach kreuzberg. ich habe den bus hingefahren. u ich musste zuerst kaufen. u dann verkaufen. geld gab s erst in berlin. es war unfassbar. dieses erlebnis war unfassbar. das dass ein verkauf möglich wurde. dass ich auf eine macht vertrauen kann dich ich gott nenne. u dass ich jetzt stolze besitzerin eines 1er bmw bin. der im moment noch von meiner nichte gefahren wird. weil sie u ihre familie gerade mehr bedarf haben. abgesehen davon ich die kohle fürs benzin noch nicht. u das dass ich menschen begegnen konnte die auch vertrauen. blind. in allen bereichen. das hat mir eine unglaubliche energie gegeben. so stell ich mir das zusammenleben vor. zwischen igeln u adlern. u hirschen. u löwen u ihren antilopen o zebras. zwischen mäusen u katzen. u spatzen. sollen die hunde doch unter sich bleiben.

der morgen ist rum. jetzt kommt der mittag.

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