der tatsachenboden

eines morgens wachte ich mit igor an meiner seite auf. er hatte mich überwältigt mit seinen knopfaugen. seiner stupsnase. der neugier u spielfreude die in ihm steckte. ich liebte sein goldiges wesen. u hatte ihn in meinem bett schlafen lassen. weil ich ihn bei mir haben wollte. über nacht hatten sich seine stacheln in ein kuscheliges weiches fell verwandelt. nein anders: im laufe der zeit hatten sich seine stacheln in ein kuscheliges… am morgen waren die stacheln zurück. das sanfte fell hatte sich über nacht in stacheln reformiert. goscha war raus aus der kuscheligen zeit des anfangs. o des übergangs. u erwachsen geworden. oder in seine kindheit zurückgefallen. u er hatte sich entschieden seine stacheln gegen jeden u alles einzusetzten.
also packte ich ihn —- in aller naivität u mit aller unwissenheit. wie greift man einen igel an der sich eingeigelt hat? wie versucht man ihn zu halten ohne sich selbst verletzungen zuzufügen? garnicht. man packt ihn nicht. weil es nicht möglich ist. man kann nichts machen. nur zu seite rutschen. o sein eigenes bett verlassen. u die nächste zeit außerhaus o auf dem sofa schlafen. o die stachelkugel grob mit besen u schaufel runterkehren u —- —- ja wohin? wieder unter die tanne tragen? o in seine kiste setzten? ein fell um ihn legen? musik anmachen? eine wärmende lampe? essen bringen? o einfach nichts u nur warten?

Submit a comment

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s