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es ist beinahe unerträglich heiß. ich liege auf meinem Bett in dem knapp 6 qm großen kahlen zimmer. zwei betten hintereinander ein bügelbrett vor den weit aufgezogenen fenstern u zwei lampen an der decke. durch die waagrecht gestellten panellen in den fensterrahmen kommt hellstes sonnenlicht dazu straßenlärm, katzen miauen u fremdländisches sprachengewirr. durch die offene tür dringt das brummen des ventilators nebenan u die stimmen der unterschiedlichen mitbewohner. alles eigentlich entspannt. u doch ist es tags wie nachts so heiß dass alles durchgeschwitzt ist. schnell. sekundenschnell. augenblicklich. schon vor dem abtrocknen nach dem duschen schwitze ich wieder. nachts ist es am allerschlimmsten. dann fehlt das licht u der straßenlärm ebbt allmählich ab bis er verstummt. aus der anderen richtung fehlen die stimmen u das summen. irgendwann ist alles leise. so leise dass man keinen muks machen möchte weil alle türen aller zimmer offen stehen. sperrangelweit. eine andere welt. nur ich bin gleichbleibend schweißüberströmt. u meistens wach. dann drehe ich mich von hier nach dort u wieder zurück. ziehe das durchschwitzte weite shirt aus – prüfe ob es einen unterschied macht – u wieder an. weil die tür offen ist u ich nicht allein bin. u weil es keinen unterschied macht. dann steigt mir der permanente schweißgeruch aus den bettlaken – oder dem kissen? – in die nase. dann schaue ich auf s handy u — shit, erst eine halbe std vergangen: halb 3 u nicht geschlafen. oder doch? u ich drehe mich auf den rücken. im notfall so. u dann – langsam – komme ich auf das wort untertäglich vom anfang zurück: irgendwie finde ich ist das wort nicht passend. hoff dass es nicht passt. warum? – später! was ist schon unerträglich? oder was nennen wir – was nenne ich unerträglich weil ich es als unangenehm definiert habe — was nenne ich unerträglich weil es mir als unangenehm zu definieren aufgedrängt wurde! weil es nicht einem wohlgefühl entspricht. wessen wohlgefühl denn? weil es aus der fassung bringt. weil ich die kontrolle verliere. über mich u meinen körper. meine realität. weil mein körper meine realität ausmacht. momentan. mich zumindest dort hält. momentan. halten sollte. in meinem momentansten leben. das einzigste was mir gerade sicher erscheint. weil es ist. das leben in meinen körper in meiner umgebung. sichtbar. das einzigste auf was ich mich gerade zurückbesinnen kann. mag. in dem ich leben mag. ich. sichtbares ich. in der gegenwart. was bleibt uns sonst? ich drehe mich auf die seite u denke an einen satz den ich mal irgendwo gelesen habe — grübeln macht falten, oder ist uncool oder sollte man nicht machen… was sagte diese holywoodgröße noch gleich? er hat mich jahrelang begleitet – dieser satz. jetzt habe den wortlaut doch vergessen. auch gut. ich hätte ihn spätestens jetzt auf den müll geworfen. unerträglich auch! weg damit. es ist wie balast abwerfen. ohne lebt es sich leichter. auch schwitzend.

also von vorne:

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