jesus

ich weis nicht ob jesus heute ähnlich aussehen würde. vlt auch nicht so wichtig. viel spannender die frage: könnte es nicht sein, dass die gesellschaftlichen verhältnisse zu seiner zeit ähnlich ausgesehen haben wie die heute? ein land – israel – ein ganzer landstrich eingenommen von einem volk: den römern, die nichtmal ein volk waren. bzw eins das ganz klein war. eine minderheit. eine minderheit die sich durchsetzen konnte. die eine gemeinsame idee verfolgte. vlt war das der römer größe überlegenheit. das war ihre stärke. über jahre, jahrzehnte aufgebaut. abgeschautes gedankengut von den griechen. u doch alles umgestaltet, neu zusammengesetzt: neue namen für die götter, kunst wird weitergetrieben aber nicht weiterentwickelt, eher vereinfacht. gedacht wird auch nicht weiter – in philosophischem sinn. funktion siegt dafür über schönheit. schöngeist. römer – diese dahergelaufenen brüder siegen erstmal übereinander, dann über etrusker u dann über griechen, araber, germanen, angelsachsen, juden u ich weis nicht wenn. ich bin kein geschichtler, alles sehr undifferenziert – rudimentär. was der kern ist: da ist jmd, der sich nicht interessiert für die rechte anderer. jmd der einfach platz will. anspruch auf macht nimmt. u das in raum ausdrückt: um das ganze mittelmeer rum u noch weiter. völker werden nicht umgesiedelt, wie das davor oft passiert ist, sondern umgestaltet. dürfen ihre identität nicht mehr leben oder nur noch bedingt. bis zu dem grad, wie sie – die identität der völker – nicht gefährdet ist für die herrschenden oberen. wie zeichnet sich identität aus? ich meine sie macht sich über weite teile – im kern!! – über die kultur aus – den kult. — die religion?

ich liebe bücher! ich kann nicht genug davon bekommen. als ich als ehefrau noch zeit hatte mich tagelang auf dem sofa dem lesen hinzugeben habe ich es geliebt romane aus den unterschiedlichen ländern u kulturkreisen zu lesen. mein bücherregal ist geordnet nach orginalsprache: übersetzt aus dem englischen, französischen, spanischen, russischen. skandinavische u östliche literatur. u deutsche. das fand u finde ich schon immer spannend. die kultur, das leben zwischen den zeilen zu lesen. einzutauschen in die phantastische realität der südamerikaner oder die kalte sachlichkeit der franzosen. alles ist wunderschön! auf seine weise. ich möchte ohne keines mehr sein. alles ergänzt u führt nur gemeinsam zum leben. erweitert den horizont. u alles ist kultur. entwickelte kultur aus dem kult der kulturen. sichtbar gemacht in schrift.

soweit ich weis hatten die römer probleme mit einzelnen stämmen. allen voran die gallier – zumindest dieses eine dörfchen darunter. müsste man mal näher anschauen.  die kelten wurden nie erobert. zum dauerbrenner wurden auch die juden. weil sie ein problem mit sichtbarmachen von kult hatten. einem anderen kult als ihrem. damit hatten die römer keines, bei ihnen haben 1000 nebeneinander existiert. 1000 götter. ein polytheistischer kult… oder?!? u in ihrem denken war kein respekt gegenüber andersgläubigen. die juden hatten nur keine chance gegen diese übermacht. äußerlich. im kampf. im aufstand. in der revolution. david gegen goliath. keine chance. erstrecht nicht, weil die juden auch uneins untereinander waren. u doch waren die juden im kern die juden. sind sie ja heute noch. wie man unschwer sehen kann…

was heute passiert ist nicht viel anders als damals. vmtl ist es durch die geschichte so oft passiert, dass man es garnicht überblicken u zählen kann: da kommt jmd o welche – da kommen welche oder sind da oder schleichen sich ein u auf einmal wollen sie nichtmehr gehen. sie haben ihren job gut gemacht. gutes gebracht, neues etabliert, nötige entscheidungen getroffen. aber wenn es darauf an kommen würde anständig den hut zu nehmen, weil ihr job getan sein könnte: gehen sie nicht. oder lassen veränderung nicht zu. sieht es danach nicht gerade hier in unserem schönen deutschland aus? wir sind die deutschen. heute wie gestern. wie man unschwer erkennen kann…
neulich ergab sich mal wieder ein sehr intensives gespräch. wir haben uns irgendwie über politik unterhalten. eigentlich nichtmal. ich weis nicht wie dieser satz gefallen ist: das ist unverschämt. ich hab ihn nicht gesagt u ich weis nicht mehr warum ihn * gesagt hat, über was wir zuvor geredet haben. aber ja: vmtl über politik. u ja, es ist eine unverschämtheit. was gerade passiert. dieses wort passt wie arsch auf eimer. besser noch! wann haben wir gewählt? im okt? im prinzip auch egal. u wie war das ergebnis? hm – auch egal… immerhin kommt so raus was offensichtlich ist. der kontakt nach oben ist abgeschnitten. da nisten sich welche ein – haben sich eingenistet u wollen platz. erheben anspruch auf macht. meinen wie selbstverständlich es ist ihre. die ist heutzutage nicht mehr über raum gekennzeichnet, über räumliche größe/ ausdehnung: die welt ist ein dorf, die protagonisten viele u die haben sich schon längst einen namen gemacht. allein die menschen werden nichtmehr gesehen. die die ihr alltägliches leben leben. das normale. das ohne macht. und auch die sehen sich selber hin u wieder – immer mehr – meistens fast garnichtmehr. sich selber u ihr gegenüber. und eigentlich ist das nur wieder eine these u eigentlich will ich nur mit erstaunen feststellen:

wieder eine verschwindend kleine übermacht, die die anderen regiert. u die anderen – insich in skurriler weise ebenso hierarchisch aufgebaut u an oben u untereinander orientiert – hauen sich auch noch gegenseitig die köpfe ein, beim balgen um brotkrumen. wisu denn blus? fast fühle ich mich beim schreiben an einen hühnerstall erinnert.
in dieses stetting wurde vor 2000 jahren ein kind geboren. vmtl ist es irgendwo in der mittelschicht aufgewachsen. komisch, dass es dort so klug u mutig wurde – als sohn eines zimmermanns. oder war es das leid eines unehelich gezeugten, in einer antiken, religiösen gesellschaft aufgewachsenen kindes? die weisheit entstanden aus diesem leid? so klug, dass es – sobald erwachsen – menschen aller schichten mit geschichten über liebe u wachstum fesseln konnte. so mutig, dass es – erwachsen – den schneid hatte den kultträgern gegenüberzutreten u frei von freiheit redete um diese zu fordern — von den besatzern wollte es eigentlich garnichts! mit diesen tugenden musste es eigentlich gewusst haben, dass man nicht in 3 jahren vom zimmerwäscher zum könig aufsteigen kann — von den unterschiedlichen obens gebilligt. ohne sich an regeln zu halten oder einen mortz aufstand vom zaun zu brechen. gegen die eigenen volksgenossen, gegen die eigene religion.

vlt war es ihm egal. oder er war wahnsinnig.

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