welcom…

ich suche nach veränderung. unbedingter veränderung. bleibender u stabiler veränderung. u weil ich sie am eigenen – fast möchte ich schreiben leib, u lache dabei. ja mein körper verändert sich gerade auch. das daheim sein tut dem nicht gut. ich merke dass ich weniger bewegung habe. u ich habe mir schon – wie lange? – vorgenommen wieder anzufangen sport zu machen. kaum zu glauben, dass ich vor 3 jahren fit für einen triathlon war. der anfang fällt mir aber unfassbar schwer. ich war joggen: das kreuz hat mir zwei tage danach noch weh getan. ich fahre fahrad: das wetter lässt mich gerade davor zurückzuschrecken, zum einkaufen ein dorf weiter zu fahren. ich möchte schon seit gefühlt 100 wochen ins schwimmbad nach weil — die langeweile beim bahnenswimmen schreckt mich ab. also versuche ich mir auch hier blödes gut zureden u mich nicht von den bildern in zeitschriften beeinflussen zu lassen. ich bin — fast ende 30. u warte bis es besser wird: das wetter, die lust – die bequemlichkeit.

aber diese veränderung hab ich nicht gemeint. ich habe innerliche dinge gemeint. dinge die … ja hier geht es um mich. in erster linie geht es darum, dass ich meinen weg finde. wie das funktionieren soll weis ich nicht. u wo der lang geht weis ich auch nicht. was am ende steht weis ich ebensowenig: was arbeiten, u wenn ja, wo? wie wohnen, alleine oder zusammen, und wenn ja wo? alles offen. u nicht einfach. obwohl ich überraschungen liebe: spontan u flexibel. verrücktes u neues. muss nicht immer das verrückt sein, wie heute verrückt definiert wird. aber so in etwa. aber was gerade ist über – nein – fordert mich manchmal so heraus, dass es für mich nur schwer auszuhalten ist. weil ich ungeduldig bin. weil ich – weil mir die lockerheit manchmal fehlt. u weil ich morgens um 9 aufstehen machmal schon als faul abstemple. man könnte auch sagen: entspannt. damit hab ich meine schwierigkeiten. hab ich von meinem vater.

also es geht aber nicht nur um mich. es geht darum, was ich mit dem, was ich in mir trage menschen erreichen kann. u damit meine ich die veränderung. dieses erleben: wieder heil zu werden. ganz. u ich merke, dass mit diesen erlebnissen meine wut zusammenhängt. die wut, die ich immerwieder in mir aufkommen spüre. u die dann explodiert wie ein vulkan. diese wut richtet sich nicht gegen menschen. prinzipiell nicht. sie richtet…

ich bin genau hier aufgewachsen, wo ich jetzt wohne. im troppel von weil. damals gab es hier noch kindergangs: wir haben uns auf wendeplatten getroffen. irgendwo war immer irgendwer. wir haben räuber u gandarm gespielt, vor allem in den tiefgaragen der hochhäuser, wir haben eis beim eiswagen gekauft u sind durch den wald geschlichen. ok, das war v.a. der part meines bruders, den ich bewundert habe u dessen abgelegte räuberhölen die meinen waren u die meiner freunde. das ganze wohngebiet war unser spielplatz.
ich kann mich noch erinnern, dass mit eintritt in den kindergarten die welt angefangen hat fieser zu werden. der erste tag war ein schlimmer. aber das meine ich nicht. kinder müssen raus von zuhause u gehen auch gern – alter unabhängig. eigentlich. der eintritt in den kindergarten war der – formale – eintritt in die gruppierungen der unorganisierten troppelkinder-organisation u der startschuss für eine hassliebe zu ein-zwei anderen mädchen. das war gefühlt ein ständiger revalitätskampf. sie oder ich?!? DAS find ich in der rückschau noch fast witzig, weil ich so heute sagen kann, ich hab mich geprügelt – damals. auf dem boden des klassenzimmers der 3ten klasse. u ich meine andere standen drum rum – haha – kann aber auch sein, dass mir da meine Erinnerung einen streich spielt u ich die konkrete szene mit tom sawyer verwechsle. ich hatte schon immer eine blühende phantasie…

ich kann mich erinnern, dass wir banden gegründet haben. eine nach der anderen. u jeweils ich oder die andere waren die ersten – irgendwann die nullten – chefs. weil null noch vor der eins kommt. das null nichts ist, haben wir damals nicht verstanden. – nichts geändert bis heute: die kinder sind nicht schlauer geworden in deutschlands schulen. sie müssen nur schneller machen. – ich kann mich erinnern, dass ich meine kindergeburtstage immer selber organisiert habe. dementsprechend waren sie auch organisiert. bei mir gab es keine tante, die die bastelarbeit gekonnt übernommen hat, bei mir gab es keine spiele mit süßigkeiten, es gab eine hochzeitsfeier: ich war die braut, meine beste – lieblingsfreundin – der bräutigam. alle anderen hatten andere rollen. nina u ihre freundin hatten auch immer eine. waren immer eingeladen. auch bei den filmen u bilderbüchern, die wir nachgespielt haben war sie meistens mit dabei. einmal haben wir die unendliche geschichte teil 1-2 aufwendig – im kinderstyle – inszeniert. u dann in der schule aufgeführt. am beginn des zweiten teils klingelte die schulglocke u alle klassen4 mussten zurück in die klassenzimmer. mann war das witzig. im nachhinein. ich kann mich noch erinnern, dass ich während der aufführung gedacht hab: was machst du hier eigentlich für einen scheis, das kannst du doch garnicht. hör auf! – war leider zuspät. ich hatte schon die hauptrolle – geprobt kann man das nicht nennen – u war am erklimmen des berges um mit morla zu sprechen – unter mir meine lieblingsfreundin u schulweggenossin, die sich bescheiden für diese geile rolle der weisen schildkröte entschieden hatte. zum glück hatte sie gute connections zu produzent, drehbuchautor, regisseur, kostümbildnerin u pr-beaurtragten der produktion: mir. beziehungen sind halt alles, was?!? – auch nichts neues.

also: geile zeit. an das was ich mich erinnern kann. trotz aktiver feindschaft – die immerwieder auch kurzzeitige anziehungsmomente hatte. fies war, dass ich nach der 4ten trotz bomben zeugnis nicht mit meiner freundin auf s gymi durfte, sondern von der lehrerin – wohl wegen eigener erfahrungen mit ihren kindern, also aus dem besten gewissen – auf die realschule geschickt wurde. für mich ist eine welt zusammengebrochen. mal wieder.

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