weil leipzig so weit ist.

wir haben es gut… das muss v.a. ich mir sagen… ich versuche mich gerade im spontanen leben. eigentlich wollte ich über ein verlängertes wochenende nach leipzig fahren: alle mitfahrgelegenheiten sind geplatzt, also saß ich zuhause: in weil. nicht schlimm, denn ich war ja erst weg. u auch zuhause ist immer viel los: family… mein vater hatte geburtstag u wir wollten seinen geburtstag in x varianten feiern. diese — flexibilität, nein, hier ist die geschichte. los:

mitfahrgelegenheit nach leipzig: sa.mittag, ab stuttgart. ich will mit lene am fr. abends bei den eltern übernachten, sa. morgens frühstücken, dann los. lene… alles kommt anderst als gedacht: ich sitze fr. abends daheim: mitfahrgelegenheit raus, mist – zu lange gewartet.
sa. morgen sitze ich im elterlichen wohnzimmer, bin abruf-hilfskraft für meinen vater, der den hühnerstall auf schwäbische art u weise perfektioniert und schreibe. nebenbei warte wir alle auf lene u co. beim dritten zaun-einsatz kommt die mutter ums eck: lene ist fertig, muss abgeholt werden. aus dem geburtstagsfrühstück wird – über ein angedachtes geburtstagsmittagessen – ein geburtstagskaffee. 0-8-15, könnte man jetzt denken. wenn man aber bedenkt, dass in einem schwäbischen haushalt kein mittagessen ausfällt – im gegenteil, dieses um halb eins auf dem tisch steht – dann ist das schon ein kleines wunder.
also überlegen wir schnell, ob wir kaffee trinken oder verspätet mittagessen: veschpern, entscheiden uns für ersteres u entscheiden uns auch HIER, wie bei so vielen anderen dingen an diesem mittag noch um. meine mitfahrgelegenheit für so. morgen hat sich auch aus dem netz verabschiedet, so dass wir auch am abend noch zusammen sitzen u essen. und diskutieren — über die fürs und widers einer bürgenversicherung. ohohoh…

ich liebe meinen vater. v.a. liebe ich es, wie wir miteinander diskutieren können. wenn das andere am tisch – und zwischenzeitlich auch ich selber – nicht lieben. und doch ist mir dabei schon oft – ok, manchmal — und doch ist mir dabei schon hin und wieder, gelungen, dass ich in all meiner diskutier- und argumentier- — ICH HAB RECHT-wut zum eigentlichen thema zurück gefunden habe. mit eigentlichem thema meine ich: über was reden wir eigentlich? von was gehst du aus? von was gehe ich aus? warum willst du das so wie du das willst? wie denkst du? – – – mir ist gelungen zurückzukehren u zuzuhören. – ohne zu denken. HÖREN!! ich habe gehört. zugehört. äußerlich u innerlich.
wenn ich ehrlich bin, habe ich KEINE ahnung von versicherung, geschweige denn von einer bürgerversicherung. höchstenfalls gefährliches halbwissen — und da kommt mir eine meiner letzten begegnungen, die ich in einem kürzlich geschrieben text „läuft!“ beschreibe in den sinn: machmal haben wir, nein, manchmal haben menschen, die keine ahnung haben, mehr ahnung, weil sie nicht vorbelastet sind. weil sie noch eine ahnung vom wald haben u nicht nur einzelne bäume sehen – massenweise. also: um das gleich vornweg zu sagen: wir haben keine lösung der finanziellen und sozialen probleme in unserem schönen deutschland gefunden. aber ich hatte ein zweites (innerhalb der letzten beiden wochen) erfolgreiches — nahgespräch. hört sich fast wie nahkampf an… hm… klingelts?!?

ICH hab es gut. allerdings hab ich auch die so.mittag mitfahrgelegenheit verpasst. genau wie den gottesdienst. schließlich musste ich in leipzig kleinlaut absagen, bzw. wurde freigestellt. wäre auch bei dem weinkonsum mit meiner schwester am sa abend kaum möglich gewesen.
am so mittag sind dafür alle anderen weggefahren: in den urlaub. also bin ich familienlos zu hause – in weil. ich hab es gut. eigentlich.

 

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